Bad Säckingen
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Die Stadt Bad Säckingen (292 - 600 m) mit ihren ca. 17.000 Einwohnern liegt am Hochrhein, 30 km östlich von Basel. Die ehemalige Rheininsel war bereits in der Bronzezeit besiedelt und im 6. Jahrh. gründete hier der irische Mönch Fridolin eine Niederlassung zur Missionierung der Alamannen. Hieraus entwickelte sich das Doppelkloster "Seckinga" und die spätere Siedlung. Schon im 12. Jahrh. kam die Stadt an das Haus Habsburg, die sie später zum Bollwerk gegen die verfeindeten Eidgenossen und die sich "frei" fühlenden Hotzenwälder Bauern ausbauten. Nach einer wechselvollen Geschichte kam Bad Säckingen dann 1805 zum Großherzogtum Baden. |
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Berühmt wurde Bad Säckingen durch das Versepos "Der Trompeter von Säckingen" des im 19. Jahrh. viel gelesenen Joseph Victor von Scheffel (1826-1886), der 1850/51 nach seinem Jurastudium als Rechtspraktikant in Säckingen wohnte. Zwar schrieb Scheffel dieses Versepos 1854 auf Capri, aber die Vorlage dafür war die Liebesheirat der Adligen Maria Ursula von Schönau mit dem Säckinger Burgtrompeter Franz Werner Kirchhofer, die sich mit ihrer Heirat über alle Standesgrenzen ihrer Zeit hinwegsetzten. |
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Dominiert wird die Stadt von dem doppeltürmigen Fridolinsmünster, das als gotische Kirche im 13./14. Jahrh. errichtet und im 17. und 18.Jahrh. aufwändig barockisiert wurde. Die eindrucksvollen Deckengemälde von Franz Joseph Spiegler zeigen das Leben des hl. Fridolin. Erhalten ist auch die Residenz der Säckinger Äbtissinnen, das Stiftsgebäude und das Palais Landenberg, seit 1850 Rathaus der Stadt. |
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Etwas rheinabwärts steht das Schloss Schönau (Trompetenschlösschen) aus dem 16. Jahrh., umgeben von einem reizvollen Park. In diesem Schloss ist die größte Trompetensammlung Europas untergebracht mit historisch äußerst wertvollen Modellen aus früheren Jahrhunderten. Weiterhin ist im Schloss Schönau eine Erinnerungsstätte an Joseph Victor von Scheffel untergebracht und das Hochrheinmuseum mit wertvollen Funden aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit. |
