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Offenburg
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Die Stadt Offenburg (142-690 m) ist mit ihren ca. 59.000 Einwohnern das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Ortenau und Mittelbadens, liegt im Schnittpunkt wichtiger Straßen- und Eisenbahnlinien und bezeichnet sich selbst gerne als Stadt zwischen Rhein und Reben und als Tor zum Schwarzwald. Die Stadt ist mit dem Haus Burda bekannt als Verlagsstadt, besitzt chemische, elektrotechnische und metallverarbeitende Industrie und ist zugleich ein bedeutender regionaler Messe- und Kongreßort.
Offenburg ist ebenso wie Freiburg eine Stadtgründung der Zähringer, wurde früh Freie Reichsstadt, gehörte lange Zeit zu Österreich, bis die Stadt 1803 zum Großherzogtum Baden kam. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg brannten die französischen Truppen von Ludwig XIV. 1689 die Stadt nieder, die meisten sehenswerten Bauten sind erst in den Jahren nach dieser fast vollständigen Zerstörung entstanden.
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Zentrum der Stadt ist die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Hauptstraße.
Am Marktplatz beeindruckt das Rathaus, ein Barockbau des einheimischen Baumeisters Mathias Fuchs von 1741 und gegenüber das klassizistische Salzhaus von 1786.
Am Fischmarkt befindet sich die Hirschapotheke (1698) und der Löwenbrunnen (1599).
Die Heiligkreuzkirche entstand in ihrer jetzigen Gestalt zwischen 1700 und 1720 unter dem Einfluss der Vorarlberger Bauschule, auch die Innenausstattung der dreischiffigen Hallenkirche stammt aus dieser Zeit.
Das Kloster Unserer Lieben Frau beherbergt heute ein Gymnasium und eine Realschule für Mädchen in der Trägerschaft der Erzdiözese Freiburg. Die zugehörige Barockkirche besitzt einen mächtigen Hochaltar und eine wertvolle Silbermannorgel.
Etwas östlich der Hauptstraße befindet sich im 1784 erbauten Ritterhaus das Städtische Archiv und Museum. Entlang der historischen Stadtmauer führt mit dem 1899 angelegten Zwinger eine reizvolle Parkanlage.
Offenburg besitzt mit der aus dem 14. Jahrh. stammenden Mikwe, dem Judenbad, eine der wenigen noch erhaltenen mittelalterlichen Anlagen dieser Art. Lange verschüttet wurde es nach umfangreichen Renovierungsarbeiten 1978 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, es befindet sich in der Glaserstr. 8, 15 m unter dem heutigen Straßenniveau.
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2002 wurde unter Anwesenheit des Bundespräsidenten Johannes Rau der "Salmen" der Öffentlichkeit übergeben. Am 12. Sept. 1847 trafen sich im Gasthaus Salmen die "entschiedenen Freunde der Verfassung". Die damals verabschiedeten "Forderungen des Volkes in Baden" waren zunächst das Programm badischer Oppositioneller, aber die Offenburger Forderungen flossen in die Verfassungsentwürfe der Paulskirche ein und prägten in der Folgezeit stark die Weimarer Verfassung und die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Damit ist der Salmen ein bedeutender Erinnerungsort demokratischer Traditionen in Deutschland.
Weitere Informationen zu Offenburg finden Sie unter: http://www.offenburg.de
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