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Pforzheim

Das als "Goldstadt" bekannte Pforzheim (235 bis 608 m) liegt mit ca. 115.000 Einwohnern am Nordostrand des Schwarzwaldes am Zusammenfluss von Enz, Nagold und Würm.

Die Stadt bezeichnet sich gern als Tor zum Schwarzwald und kann dies bereits von ihrem römischen Namensursprung (Portus = Pforte) herleiten. Hier beginnen die großen Nord-Süd-Fernwanderwege durch den Schwarzwald, der Westweg nach Basel, der Mittelweg nach Waldshut und der Ostweg nach Schaffhausen.


Schon 1227 kam Pforzheim zu den Markgrafen von Baden, die ursprünglich hier residierten und im 18. Jahrhundert den Aufbau der Uhren- und Schmuckmanufakturen initiierten.

Am 23. Februar 1945 legten britische Bomber das historische Pforzheim fast völlig in Schutt und Asche und hinterließen ca. 18.000 Tote. Nach dem Wiederaufbau dominieren in der Stadt eine kühle moderne Sachlichkeit, ein neues Stadtzentrum bildete sich um das neue Rathaus, das Stadttheater und die Stadthalle.


Die Partnerstadt von Pforzheim ist die nordspanische Stadt Gernika, mit Pforzheim durch schreckliche Kriegsereignisse verbunden: Gernika wurde am 26. April 1937 im Verlauf des spanischen Bürgerkriegs von der deutschen Legion Condor durch ein Flächenbombardement fast vollständig zerstört.

Von den historischen Bauten Pforzheims sind allein der Bezirksamtsturm (Jugendstil) von 1903 und die Schlosskirche St. Michael restauriert erhalten. Diese zeigt schöne Beispiele romanischer und gotischer Steinmetzkunst und hier ist auch die Grablege der Markgrafen von Baden im Stiftschor zugänglich.


Auf dem Rathausvorplatz imponiert die von Fritz Theilmann gestaltete Figur, die den "Pforzemer Seckel" darstellt.

Ebenfalls von Theilmann ist die Figurengruppe der "Rassler", die aus den umliegenden Dörfern nach Pforzheim in die Schmuck- und Uhrenmanufakturen einpendelten.

An der Auer Brücke, die die Mündung der Nagold in die Enz überspannt, befindet sich das Flößerdenkmal von Rob Krier. Etwas südwestlich davon steht die moderne evangelische Stadtkirche, ein gelungener Neubau mit einem 80 m hohen Turm, entstanden an der Stelle der 1945 zerstörten Kirche.

Die Pforzheimer Museen stehen ganz im Zeichen des bis heute wichtigsten Erwerbszweigs der Stadt, der Schmuckindustrie: Das Schmuckmuseum im Reuchlinhaus, die Edelsteinausstellung Schütt und das Technische Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie.


Die Hochschule Pforzheim mit den Fakultäten Gestaltung, Technik, Wirtschaft & Recht und die renommierte Goldschmiede- und Uhrmacherschule setzen in der Stadt weitere Akzente.

In Pforzheim ist der bekannte Humanist Johannes Reuchlin (1455-1522) geboren und die aus Pforzheim stammende Bertha Benz, die Frau des Mannheimer Autokonstrukteurs Carl Benz, unternahm 1888 die erste größere Autofahrt der Geschichte von Mannheim nach Pforzheim.

Das im September stattfindende Öchslefest erinnert an den Pforzheimer Ferdinand Öchsle (1774-1852), der als Erfinder der Wein- und Mostwaage gilt.


Weitere Informationen zu Pforzheim finden Sie unter: http://www.pforzheim.de

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