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St. Blasien - Menzenschwand

St. Blasien (760 - 1.300 m) liegt mit seinen ca. 4.500 Einwohnern im waldreichen Tal der oberen Alb, die am Feldberg entspringt und zwischen Waldshut und Bad Säckingen in den Hochrhein fließt. St. Blasien ist durch sein Benediktinerkloster schon seit dem 9. Jahrh. eine zentraler Ort inmitten des relativ dünn besiedelten Südschwarzwaldes und Hotzenwaldes, eine Relique des hl. Blasius gab dem Ort seinen Namen.


Im 19. Jahrh. wurde St. Blasien zudem ein bekannter Luftkurort für Patienten mit Atemwegserkrankungen, vor allem Lungentuberkulose. Das Bild des heutigen Kurstädtchens wird noch immer geprägt von der weitläufigen Klosteranlage und dem Dom mit seiner monumentalen Kuppel, alles in den letzten Jahren sehr schön und aufwendig restauriert.


Die Klosteranlage ist in ihrer Geschichte mehrmals abgebrannt und wurde immer wieder neu aufgebaut. Der Dom von St. Blasien mit dem drittgrößten Kuppelbau in Europa entstand 1771-1783 unter Fürstabt Martin II. Gerbert nach Plänen der franz. Architekten Michel d'Ixnard und Nicolas de Pigage unter Leitung des fürstenbergischen Baumeisters Franz Joseph Salzmann. Die Rotunde hat einen Durchmesser von 46 m und 20 korinthische Säulen tragen die 63 m hohe Kuppel. Der Hochaltar und die Deckengemälde stammen von Christian Wenzinger und die Orgel von Johann Andreas Silbermann. Dieser Kuppelbau gilt mit Recht als ein beeindruckendes Zeugnis des Frühklassizismus.


Nach der territorialen Neugliederung 1806 kam der Ort und das Kloster unter die Herrschaft des Großherzogtums Baden, die Mönche zogen sich nach St. Paul in Kärnten zurück und in den Klostergebäuden wurden Fabriken eingerichtet. 1934 zog das Jesuitenkolleg mit Internat in die Klostergebäude ein, bis heute eine der bedeutendsten privaten Bildungsstätten in Süddeutschland.


St. Blasien hat einen kleinstädtischen Charakter und bietet seinen Einwohnern und Gästen eine gute Infrastruktur mit Einzelhandelsgeschäften, Schulen, medizinischen Einrichtungen, Hotels und Gaststätten. Zahlreiche kulturelle Angebote gehen von der Gemeinde und ihrem reichen Vereinsleben aus: Konzerte im Dom, Domfestspiele, Holzbildhauerwettbewerbe, das Museum des Landkreises Waldshut im Haus des Gastes (ehemaliger Marstallbau des Klosters) und die weiträumige Klosteranlage, die sich mit dem Kurgarten verbindet, umgeben von den weitgehend barocken Nebengebäuden des ehemaligen Klosters. Im ganzen Jahr bietet sich das St. Blasier Land zur Ruhe und Erholung an, im Sommer zum Wandern und im Winter zum Wintersport. Weitere Angebote gibt es zum Nordic-Walking, Fahrrad- und Mountainbikefahren, Klettern, Gleitschirmfliegen und zu Wellness und Beauty.


Ganz im Gegensatz zu dem kleinstädtischen Flair von St. Blasien hat sich der eingemeindete Luftkurort Menzenschwand (1.075 m) mit seinen vielen holzgetäfelten Schwarzwaldhäusern noch die Struktur eines Schwarzwälder Dorfes erhalten. Menzenschwand liegt 8 km nordwestlich von St. Blasien um Südhang des Feldbergs in einem sonnigen Hochtal. Die Bewohner lebten von der Hochweidewirtschaft und dem Hausgewerbe. Im späten 19. Jahrh. entdeckte man den Wintersport. Der einzige Uranerzabbau in Westdeutschland wurde nach 30 Jahren und heftigen Auseinandersetzungen 1990 eingestellt. Ein neu gebautes Radonbad erschliesst heute die Heilquellen des Kunkelsbachtals für die therapeutische Nutzung.

Weitere Informationen zu St. Blasien und Menzenschwand finden Sie unter: http://www.st-blasien.de

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