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Waldshut-Tiengen
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Waldshut-Tiengen (341-538 m) ist mit seinen insgesamt ca. 22.500 Einwohnern eine erst 1975 mit der baden-württembergischen Gemeindereform entstandene Doppelstadt aus den alten Städten Waldshut (ca. 10.000 Einw.) und Tiengen (ca. 8.000 Einw.), der Gemeinde Gurtweil (ca. 1.800 Einw.) und einigen weiteren kleineren Gemeinden.
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Die beiden Kernstädte Waldshut und Tiengen sind 6 km voneinander entfernt, dazwischen mündet die aus den schweizerischen Zentralalpen kommende wasserreiche Aare in den Rhein und die aus dem südöstlichen Hochschwarzwald kommenden Flüsse Schlücht und Wutach.
Im Zentrum von Waldshut liegt die autofreie Kaiserstrasse, die im Westen vom Unteren Tor (Basler Tor) und im Osten vom Oberen Tor (Schaffhauser Tor) begrenzt wird. Besonders beeindruckt das nach dem Brand von 1726 neuerbaute Rathaus, das Gasthaus "Zum Wilden Mann" mit Zunftstube und Kassettendecke und die Alte Metzig (1688), das alte Schlachthaus der Stadt, in dem heute das Heimatmuseum untergebracht ist.
Die Kaiserstrasse und die parallel verlaufenden Wall- und Rheinstrasse sind gesäumt von schmucken Bürgerhäusern des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, die mit teils aufwändigen Fassadenmalereien versehen sind und mit ihren weit hervorragenden Giebeldächern und den Walmdächern mit ihren Gauben deutlich das schweizerische Vorbild erkennen lassen.
Waldshut ist eine Gründung der Habsburger, befestigt zum Schutz ihrer südschwarzwälder Besitzungen. Gegen mehrere Angriffe der Eidgenossen konnte sich Waldshut erfolgreich verteidigen und blieb ein wichtiger österreichischer Stützpunkt bis es 1805 zum Grossherzogtum Baden kam.
Das schon 858 erstmals urkundlich erwähnte Tiengen entwickelte sich im Lauf seiner wechselvollen Geschichte zur Residenzstadt der Landgrafschaft Klettgau. Zuletzt stand die Stadt unter der Herrschaft der Fürsten von Schwarzenberg, bevor sie 1805 zum Grossherzogtum Baden kam.
Der mittelalterliche Stadtkern ist sehr ansprechend, auf einem Hügel erhebt sich das Schloss der Fürsten von Schwarzenberg (heute Heimatmuseum) und die 1751 nach Plänen des vorarlberger Baumeisters Peter Thumb erbaute Schlosskirche St. Maria.
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8 km östlich von Tiengen liegt in einem Naturschutzgebiet der Küssaberg (629 m) mit der Ruine der 1634 zerstörten Küssaburg, wo sich ein sehr schöner Rundblick bietet.
Von Waldshut-Tiengen lohnt ein Ausflug in die Schweiz: Nahe liegt Schaffhausen mit dem berühmten Rheinfall oder nach Zurzach, einer alten Messestadt, die sich heute zu einem bedeutenden Thermalbadeort entwickelt hat.
Weitere Informationen zu Waldshut-Tiengen finden Sie unter: http://www.waldshut-tiengen.de
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Impressum :: Letzte Änderung am: 15.4.2006